Tag 7, 26.Juli 2008 - Hit the road, Jack
Am morgen haben wir uns zum Fairy Point im Bryce Canyon National Park begeben und dort im Freien gefrühstückt. Fairy point ist deshalb so passend, weil jeder dieser Hoodoos - das sind die Steinsäulen, die (bisher) stehen geblieben sind - mit ein bisschen Fantasie wie Märchenfiguren aussehen.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt, obwohl er nicht schnell verging: 609 Meilen, also 980 Kilometer haben wir geschrubbt. Diesmal hatte das Wetter aber Mitleid mit uns und hat uns ausgerechnet über der Mojave-Wüste - mal wieder dem heißesten Abschnitt der Reise - Wolken beschert. Diese waren bis zum Rand mit Wasser, Blitz und Donner gefüllt. Nach dem heftigen Wolkenguss bestand die Wüste aus vielen kleinen reißenden Bächen. Die Straße trocknete aber sehr schnell wieder ab. Die Sonne hatte nur für kurze Zeit die Oberhand verloren.
Nach ziemlich genau 10 Stunden und 30 Minuten kamen wir bei Einbruch der Dämmerung in Visalia und unserem Hotel für die nächsten zwei Nächte an. Dort gab es noch einen kurzen Schreck, denn die Damen von der Rezeption konnten unsere Buchung nicht finden. Wir haben aber trotzdem ein Zimmer bekommen.
Tag 8, 27.Juli 2008 - Was müssen das für Bäume sein?
... sehr große jedenfalls. Nachdem Visalia doch noch ein paar Meilen vom Sequoia National Park (SNP) entfernt ist, sind wir heute dorthin gefahren. Um in Kalifornien Grünflächen und große Wälder zu finden muss man schon in die Berge fahren. In Meereshöhe ist es einfach zu heiß, als dass dort mehr als nur Stroh und Palmen gedeihen können. So zog sich die Straße am und im SNP an den Bergen entlang, mit vielen engen Kurven und Serpentinen. Aber Amerika wäre nicht Amerika, wenn die Straße schmal wäre. Selbst hier am Rande der Zivilisation sind die Straßen so breit, dass man recht bequem fahren kann. In den Alpen hätte man vermutlich aus einer amerikanischen Spur zwei Spuren gemacht.
So kamen wir dann nach rund 1h Autobergziegenspielen an der Chrystal Cave an, einer Tropfsteinhöhle, die eine angenehm kühle Temperatur von 50°F aufweist. Dort gab es einen riesengroßen Stalagmiten, der in der Form an Jabba the Hut erinnern soll. Daneben war gleich King Kong. In einer Höhle hat unsere Höhlenführerin Mary (die uns übrigens stark an Vapour erinnert hat) dann alles Licht ausgemacht, um zu zeigen, was komplette Dunkelheit ist. Nur Corinnas Ohrringe konnte man noch leuchten sehen. Am bekanntesten ist der SNP aber natürlich für seine Bäume - die Sequoien. Die wohl größten Bäume, die es auf diesem Planeten gibt. Ich kann es mir nicht so recht vorstellen, aber diese Bäume sind wohl höher als unser Haus mit 21 Stockwerken. Sie wirken gar nicht so hoch, aber das liegt wohl an den riesigen Stämmen, die sich nicht aufteilen und auch sehr weit oben noch einen sehr breiten Stamm haben.
Zum Abschluss gab es noch einen weiteren Schock in unserem Hotel. Beide Cardkeys funktionierten nicht mehr und an der Rezeption meinte die Dame, dass das System uns als "Checked out" führt. Glücklicherweise waren aber all unsere Sachen noch in unserem Zimmer und wir konnten jenes behalten.
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