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Las Vegas

Tag 3, 22. Juli 2008 - Wüste

Mal wieder waren wir die Early Birds und sind vor um 8 Uhr aufgestanden. Gleich nachdem Frühstück ging es erstmal eine Runde in den Swimming Pool. Nachdem wir uns für die nächsten Tage mit Getränken versorgt hatten, machten uns auf den Weg nach Las Venturas Vegas.

Ein Kollege hat einmal von ein paar Oldenburger Bekannten erzählt, die total erstaunt waren, wie groß Berlin doch sei. Obwohl sie erst Ostbahnhof waren, meinten sie, dass es da kann doch gar nicht mehr weitergehen kann mit der Stadt. Ungefähr so haben wir uns gefühlt, als wir versucht haben, LA zu verlassen. Wenn man nämlich mit dem Navi rumspielt und statt "Kürzeste Zeit" "Kürzeste Strecke" auswählt, bekommt man Dinge zu sehen, die zu langweilig und zu langwierig wären, als sie hier zu erzählen.

Doch schließlich haben wir die Stadt hinter uns gelassen und sind auf dem Interstate 15 durch unendliche Weiten gefahren. In Deutschland sind 8h Autofahren erholsamer als 4h durch die Wüste, denn abgesehen von zahllosen Werbetafeln (über 100 Meilen von Las Vegas entfernt), gab es wirklich *nichts* zu sehen, nur ein paar Sträucher, gelegentliche Hinweisschilder für die Abfahrten. Außerdem haben uns die wirklich übermäßig vielen zerborstenen Reifen und die Reifenspuren ganz schön Angst gemacht. Bei den Straßen ist das aber auch kein Wunder. Einige von Euch kennen vielleicht das Geholper auf der Autobahn, das wenige Meter nach dem Schild "Willkommen in Brandenburg" einsetzt, wenn man aus Sachsen kommt. Ungefähr so und noch viel schlimmer ist die Konsistenz des I15. Hinzu kommen die Nöpsel auf den Mittelstreifen und die atemberaubende monströse Hitze.

Irgendwann erschien am Horizont das "California Welcome Center", in dessen Mall wir uns sogleich vergnügten. Dort gab es u.a. Levi's für umgerechnet 20 Euro.

Gegen 17:30Uhr passierten wir die unscheinbare Grenze zu Nevada und eine halbe Stunde später verließen wir den Interstate. Bereits wenige Minuten später befanden wir uns auf dem Las Vegas Boulevard. Zu diesem Zeitpunkt war es aber noch eine - für amerikane Verhältnisse - einfache neue Straße und erinnerte nicht im Entferntesten an den "Strip". Als wir dann richtig in Las Vegas waren, erkannten wir auch sofort die meisten Hotels aus Film und Fernsehen.

Beim Einchecken ins Treasure Island fragten wir nach Honeymoon Specials und haben ein Zimmer im 27. Stock mit Blick auf den Strip bekommen. Abends erkundeten wir ausführlich das Hotelcasino, schlenderten den Strip entlang - selbst im Dunklen war es noch wahnsinnig heiß - und gingen ins Cesar's Palace. Dort gibt es runde Rolltreppen, viele Springbrunnen und jede Menge Statuen. Zum Dinner kehrten wir ins Planet Hollywood ein.

Dort hatte Stefan die wohl lustigste Lasagne seines Lebens. Eigentlich waren es eher panierte Caneloni, schräg angeschnitten und senkrecht serviert. Auch das Hackfleisch hatte nicht allzuviel mit dem Hackfleisch zu tun, was wir so kennen. Lecker war es trotzdem, aber es war eine viel zu groüe Portion.

Auf der Karte könnt Ihr übrigens unsere Autotour anschauen. Rechts gibt es auch einen Downloadlink direkt für Google-Earth.

Tag 4, 23. Juli 2008 - Viva Las Vegas

Zum Frühstück (All you can eat für 14,01$) gab es fast alles, was das Herz begehrt - verschiedenste Sorten Ei, Sushi und Desserts. Was wir jedoch nicht finden konnten, waren einfache Marmeladenbrötchen oder Toast. Nachdem Frühstück verdrückten wir uns gleich in den Pool und aalten uns in der Sonne.

Nach einer Mittagspause wagten wir etwas schier unmögliches und verließen das Hotel ... zu Fuß. Eine atemberaubende trockene Hitzewelle brach über uns zusammen. Bei mehr als 37°C (gefühlte 50°C) im Schatten hatten wir uns vorgenommen, den Weg zum Hilton zu Fuß zu gehen. Ein Strecke von rund 2,5km, die wir ohne den McDonald's auf halber Höhe wohl nicht geschafft hätten.

Zum Vegas Hilton wollten wir wegen der Star Trek Experience. Eine Dauerausstellung zum Thema Star Trek mit vielen Ausstellungsstücken aus dem Originalfundus, Nachbauten der Brücke und anderer Teile der Enterprise D und zwei Action geladenen Kurz-Shows mit den Borg und den Klingonen.

So wurde unsere Assimilation nur dadurch verhindert, dass unsere Gene eine besondere Konstellation aufweisen. Nur soviel sei gesagt: Nanosonden können ein sehr seltsames Gefühl im Rücken auslösen. Außerdem wurden wir von Klingonen angegriffen, weil einer in unserer Gruppe ein Ahne von Captain Picard ist. Aber das darf ich eigentlich nicht erzählen. Jedenfalls gab es einige Wetterballons über Vegas zu sehen. Im Museum hatten wir bereits Kontakt mit einem Andorianer, einer Borgdrone und zwei echten Klingonen - Corinna hat sogar klingonisch mit einem geredet. Der Kontakt mit der Borgdrone bestand aber eher darin, möglichts unscheinbar zu wirken und sie weitestgehend zu ignorieren. Sie war wirklich unheimlich. Abschließend besuchten wir das Quark's. Von Pizza haben Ferengi jedenfalls keine Ahnung. Aber einen toten Vogel mit Reis können sie wirklich gut zu bereiten. Als Dessert gab es Oo-Mox. (Ein Schokoladen-Fondue mit Erdbeeren, nicht das was Ihr Ferkel denkt!).

Insgesamt war ein supertolles Erlebnis, wir blieben bis in die späten Abendstunden dort. Schade, dass sie zum 01.09.2008 geschlossen wird.


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