Tag 1, 20. Juli 2008 - Angekommen
12:50Uhr landete der Flieger und 16:30Uhr waren wir im Hotel in derselben Stadt. Warten warten warten.
Der Flug von Berlin nach London verlief reibungslos - die anderen Passagiere haben bei der Landung sogar geklatscht - dabei war eigentlich nur die Landung so schlecht.
Von LHR nach LAX ging es dann auch zügig und ohne Probleme - trotz des berühmt-berüchtigten neuen Terminal 5. All unsere Sachen sind angekommen, soviel schon mal vorneweg.
Problematisch wurde es eigentlich erst 5 Minuten vor der Landung in LAX. Bis dahin verlief der Flug bis auf ein paar Ruckler ruhig und wir konnten ohne Probleme schlafen oder Filme gucken. Doch dann rüttelte es auf einmal wie in einer Achterbahn. Vermutlich waren es sehr starke Seitenwinde, die erst dem Flugzeug und dann den Passagiermägen schwer zu schaffen gemacht haben. Diese konnten sich jedoch noch im Flugzeug erholen, denn auf unserem designierten Parkplatz stand noch ein Flugzeug der Caribbean Airlines - Arrr. Es ist nämlich etwas nahezu Unmöglich passiert: Wir sind geflogen - und zu früh angekommen, obwohl der Flug gefühlte zwei Stunden zu lang dauerte. Also standen wir in unserer 747-400 noch eine geschlagene halbe Stunde an auf dem Flughafen rum, bevor wir endlich an Gate 104 andockten.
Corinna hatte sich inzwischen mit der 2-jährigen Talya, die vor ihr saß, angefreundet und mit ihr rumgeschäkert. Sie wollte dann auch lieber an Corinnas Hand gehen, als an der von der Mama. Bei der Border Control mussten sich die beiden aber dann "Fare well" sagen, denn Talya ist US-Citizen, Corinna aber nicht. ;-)
Vermutlich durch Talyas Ablenkung hat Corinna dann noch im Flugzeug ihre kost- und unersetzbare DÄOF-Jacke liegengelassen. Dank tatkräftiger Unterstützung einer BA-Stewardess, konnte sie aber noch vor Verlassen des Flughafens geborgen werden. Trotzdem hat es natürlich wahnsinnig viel Zeit gekostet. Überhaupt waren im Flughafen extrem viele Menschen. Durch die großen Baustellen hat der LA International Airport eine gefühlte Größe von Berlin Schönefeld, musste jedoch mit der Ankunft mehrerer europäischer und vor allem auch asiatischer 747 klarkommen. Resultat: Viel Mensch, viel Gepäck, viel Hektik.
Als wir unser Gepäck und die Jacke wieder beisammen hatten, kämpften wir uns durch weitere Zoll-Kontrollen durch zum Ausgang und zum Shuttle-Bus unserer Mietwagenfirma. Ja, jede Mietwagenfirma hat mindestens einen Shuttlebus, der die Leute wegtransportiert. Anders käme man da auch gar nicht weg. Die Mietwagen stehen auf einer Fläche, von der ein deutscher Autohändler nur träumen konnte. Anderthalb Fußballfelder allein für die Autos zum Abholen und noch mal genausoviel für die zum zurückgebrachten.
Demzufolge haben wir dann eine Compact-Klasse gebucht und konnten uns dann auf dem Parkplatz ein Auto dieser Klasse aussuchen. Die Schlüssel steckten - leider nicht in dem schicken weißen Chevrolet, den wir uns zuerst ausgeguckt haben. Aber jetzt haben wir einen schicken roten Toyota Yaris - mit Stufenheck, seltsames Teil, aber es fährt sehr gut. Jetzt muss sich nur noch der Fahrer auf den Straßen LAs zurechtfinden. Trotz Navi ist diese Straßenwirrwarr nur seeehr sehr schwer zu meistern. Wir haben die Wendemanöver zum Glück nicht gezählt.
Schließlich und endlich haben wir unser Hotel (mitten in Downtown L.A.) dann auch gefunden und nach ein paar Umfahrungen auch wirklich erreicht. Es ist sehr gemütlich (mystisch-orientalisch), so wie die Webseite es auch verspricht. Leider ist das WLAN nicht kostenlos, weshalb dieser Bericht auch ein wenig länger gedauert hat.
Bevor wir jedoch unseren 33h-Tag beendeten, haben wir noch eine Runde um den Block gedreht. Man merkt hier Hollywood an allen Ecken und Enden. Mehrere Filmdreharbeiten konnten wir beobachten, davon eine sogar von "24". Kleiner Spoiler: In einer Folge werden schwarze Vans auftauchen :D
Dann haben wir noch einen Platz gefunden, den es laut "Heroes" eigentlich in New York geben müsste. Hier gab es den großen Show-Down zwischen Peter Petrelli und Sylar, bei dem am Ende New York in die Luft gehen sollte: An der Flower Avenue zwischen 5th und 6th Street in Los Angeles.
Morgen geht's dann zu den Universal Studios. Besten Dank dazu an den Portier Jeff vom Westin Hotel, welches für uns die Funktion des Tourist Information Centers übernommen hat.
Jetzt ist aber Schluss für heute, sonst schlafe ich noch ein, bevor ich den Schlusssatz zu Ende getip
Tag 2, 21. Juli 2008 - Hollywood
Die erste Nacht verlief nicht so gut. Obwohl wir hundemüde ins Bett gefallen sind, ist Corinna bereits um 1Uhr aufgewacht. Bei uns schläft sie ja auch selten länger als bis um 10Uhr. Um 7Uhr sind wir dann wirklich aufgestanden und haben bereits 8Uhr morgens unsere vollen Frühstücksteller genossen. Es gibt hier eine große Auswahl, Stefan hatte einen Pancake mit "Corn syrup" (schmeckt seltsam) und dazu Rührei mit Schinken (schmeckt nicht seltsam).
Corinna ist dann gleich zu den Pools schwimmen gegangen, während Stefan sich um die Bilder und den Text gekümmert hat.
Dann fuhren mit der Metro zum Hollywood Boulevard, besser bekannt als der Walk Of Fame. Einige der Sterne haben wir fotografiert, leider war Leonard Nimoy, Mr. Spock, nicht auszumachen. Der Walk Of Fame ist aber auch so groß, dass er über beide Bürgersteige, manchmal sogar in zwei Reihen, und gelegentlich auch in den Nebenstraßen verläuft. Wir haben bei weitem nicht überall nachgeschaut.
Vor dem Chinese Theater gab es den meisten Touristenauflauf. Deshalb waren dort auch Zorro, Dick und Doof und Michael Jackson, die sich den ganzen Tag in der brütenden Hitze von den Passanten gegen ein Trinkgeld fotografieren ließen. Den Menschenandrang gibt es dort immer, weil auf dem Platz vor dem Theater die ganzen Hand- und Fußabdrücke der verschiedensten Schauspieler (z.B. Donald Duck) in Zement verewigt wurden.
Weiter ging es dann wieder mit der Metro nach Universal City. Vom Metro-Bahnhof zum Eingang fuhr ein kleiner klappriger Shuttle-Bus, der sich nur langsam den steilen Berg hochquälte. Wer mit dem Auto kam, konnte im "Frankenstein Parking", "Jurassic Parking" oder einem der vielen anderen Parkhäuser sein Gefährt abstellen. Für teures Geld haben wir dann den Rest des Tages in den Universal Studios verbracht. Wir begannen wie empfohlen mit der Studiotour. Neben einer Tour durch die Drehorte, wurde einem über fast alle Sinne etwas vorgegaukelt. Wir sahen feurige Szenen aus "The fast and the furious", spuckende Dinosaurier, Häuser-durchbrechende reißende Wasserfälle, Kulissen aus Western und vielen anderen Filmen. Außerdem fuhren wir durch ein geteiltes Meer, durch einen einstürzenden U-Bahntunnel und wurden von Haien angegriffen. Nachdem wir an den lieblichen Kulissen aus "Desperate Housewives", der abgestürtzten rauchenden 747 aus "Krieg der Welten" (Es sah so echt aus, dass wir erst dachten, es sei bei dem großen Brand neulich zerstört worden.) und dem Haus des Weihnachtsmann vorbeigefahren waren, entdeckten wir das Bates Motel. Plötzlich öffnete sich eine Tür des Motels und herauskam der leibhaftige Norman Bates mit einer noch blutenden blonden Frauenleiche, die er im Kofferraum seines Wagens verstaute. Unser Studiobus ist dann zum Glück schnell weitergefahren, denn Norman Bates kam mit seinem berühmten Blick auf uns zu. Den Abschluss der Studiotour bildete "Die Mumie". Wir fuhren durch einen sich drehenden Tunnel, aus dem es Kakerlaken regnete.
Nach der Tour klapperten wir die einzelnen Attraktionen ab. Wir fuhren mit der "Die Mumie"-Achterbahn, die auch rückwärts fuhr, wurden wirklich klatschnass in der "Jurassic Park"-Wasserbahn, sahen die Backdraft-Feuershow, ein paar Filmtricks und besuchten das Krustyland.
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